Pflegeversicherung

Pflege - Versicherung.


Über 2,5 Millionen Bundesbürger sind pflegebedürftig. 2050 wird es laut Statistischem Bundesamt 4,5 Millionen geben. Experten gehen davon aus, dass jeder dritte Mann und jede zweite Frau an Demenz erkranken könnten. Die staatliche Pflegeversicherung kann diese Kosten nicht abdecken und Verbraucher müssen selbst vorsorgen – mit einer privaten Pflegeversicherung. Je früher Sie dieses Thema bei Ihrer Finanzplanung berücksichtigen, umso günstiger lässt sich private Vorsorge realisieren. Außerdem gilt: "Kinder haften für ihre Eltern".

 

Derzeit kostet ein stationärer Pflegeplatz in Deutschland je nach Region zwischen 3.000 und 5.000 Euro im Monat. Je nach Pflegegerade zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung nur bis zu 2.000 Euro. So entsteht eine deutliche Versorgungslücke.


Was leistet eine private Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung lässt sich in die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegerentenversicherung und die Pflegekostenversicherung grob aufteilen.

Die Pflegetagegeldversicherung leistet einen fest vereinbarten Tagessatz für jeden Pflegetag. Durch die Pflegerentenversicherung erhält der Versicherte eine lebenslange Monatsrente ab dem Punkt der Pflegebedürftigkeit. Bei der Pflegekostenversicherung beteiligt sich der Versicherer an den Kosten der Pflege nach Abzug der gesetzlichen Pflegeversicherung.


Kinder haften für ihre Eltern!

Quelle: Swiss Life Deutschland (Youtube)


"Ich werde kein Pflegefall" - und weitere Irrtümer zum Thema Pflege.

Pflege-Irrtum 1: Ich werde kein Pflegefall!
Die Statistik sagt leider etwas anderes: Ab dem 30. Lebensjahr wird jeder zweite Mann im weiteren Leben pflegebedürftig. Bei Frauen sind es 3 von 4. Hier macht sich die statistisch um fünf Jahre höhere Lebenserwartung von Frauen bemerkbar. Bei Ehepaaren liegt die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einer der beiden Partner zum Pflegefall wird, zusammengenommen sogar bei mehr als 80%.

 

Pflege-Irrtum 2: Wenn ich gepflegt werde, dann erst im hohen Alter!
Pflegebedürftigkeit ist nicht nur eine Frage des Alters. Zwar steigt das Risiko mit jedem Lebensjahr an. Aber auch durch Unfall oder Krankheit kann man jederzeit zum Pflegefall werden. Fakt ist: Jeder sechste Pflegebedürftige ist heute jünger als 65 Jahre.

 

Pflege-Irrtum 3: Wenn ich gepflegt werde, dann nur kurz!
Auch hier klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: Die Pflegedauer kann mehrere Jahre betragen. Durchschnittlich 8,2 Jahre sind es laut einer Untersuchung bei ambulanter Pflege – und die steht für rund 70 Prozent aller Pflegefälle. Den Großteil der häuslichen Pflege von Angehörigen übernehmen übrigens Frauen, und zwar häufig viele Jahre lang – dies belegt die Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ der R+V Versicherung: 40 Prozent der Frauen sind schon zwischen 3 und 10 Jahren mit der Pflege beschäftigt, 9 Prozent sogar länger als 10 Jahre. Und das häufig mehrere Stunden am Tag – Pflege wird so zum unbezahlten „Halbtagsjob“.

 

Pflege-Irrtum 4: Ich werde von meiner Familie gepflegt!
62 Prozent der Deutschen, die pflegebedürftige Angehörige haben, kümmern sich selbst um die Betreuung, so die R+V-Studie. Zumindest heute noch. Denn zukünftig wird dies immer schwieriger werden – aufgrund der demografischen Entwicklung und geänderter Familien- und Haushaltsstrukturen. So gibt es beispielsweise immer mehr Single-Haushalte.

 

Pflege-Irrtum 5: Die gesetzliche Pflege reicht aus!
Nein, bei weitem nicht. Denn die gesetzliche Pflege-Pflichtversicherung stellt allenfalls eine „Teilkasko“-Absicherung dar. Je nach Betreuungsaufwand und Pflegestufe fehlen durchschnittlich zwischen 450 und 1.950 Euro monatlich – die dann privat zu finanzieren sind. Die R+V-Studie zeigt: Vor allem diejenigen Frauen, die bereits Angehörige pflegen oder dies in Kürze erwarten, schätzen die finanziellen Auswirkungen sehr realistisch ein. 84 Prozent von ihnen halten daher eine private Pflege-Vorsorge für wichtig oder sogar sehr wichtig.

 

Pflege-Irrtum 6: Die Pflegekosten kann ich selbst aus meinem Einkommen oder Vermögen zahlen!
Die Fakten sagen etwas anderes: Knapp jeder sechste Pflegebedürftige in Deutschland benötigt Sozialhilfe. Denn Pflege kostet – über einen längeren Zeitraum sogar sehr viel Geld. Bei einer monatlichen „Lücke“ in den Pflegekosten von 1.500 Euro, die im Falle einer stationären Pflege privat getragen werden müssen, summiert sich das pro Jahr auf 18.000 Euro. Schutz vor finanziellem Verlust bietet eine private Pflegeversicherung.